+49 221 168 413 82 ed.cisum-qinos@ofni

ARCHIPELAGO

Termine

27.10.2022 – Dortmund, Domicil

28.10.2022 – Köln / Stadtgarten

 

Projekt mit den Gastkünstler:innen

Im Laufe der vergangenen Jahre, während der Corona-Pandemie, wurde die Welt plötzlich sehr klein. Reisen war nicht mehr möglich, die Welt schlüpfte durch ein Glasfaserkabel und hinter einen Bildschirm. Im digitalen Raum konnte man Konzerte aus der ganzen Welt live hören. Man fühlte sich verbunden mit Kolleg*innen überall, die, wie man selbst, in ihren Wohnzimmern festsaßen – jede*r einzelne ein bisschen wie Robinson Crusoe auf seiner Insel. Das Bild des Archipels symbolisiert dabei in treffender Weise das erlebte Paradox aus Getrennt- und Verbunden-Sein.

Im Laufe der vergangenen Jahre, während der Corona-Pandemie, wurde die Welt plötzlich sehr klein. Reisen war nicht mehr möglich, die Welt schlüpfte durch ein Glasfaserkabel und hinter einen Bildschirm. Im digitalen Raum konnte man Konzerte aus der ganzen Welt live hören. Man fühlte sich verbunden mit Kolleg*innen überall, die, wie man selbst, in ihren Wohnzimmern festsaßen – jede*r einzelne ein bisschen wie Robinson Crusoe auf seiner Insel. Das Bild des Archipels symbolisiert dabei in treffender Weise das erlebte Paradox aus Getrennt- und Verbunden-Sein.

Um mit diesen neuen Lebens- und Arbeitsrealitäten und den auch im Hinblick auf die Zukunft entstandenen Unsicherheiten möglichst kreativ umgehen zu können, hat sich SONIQ Gedanken gemacht, wie trotz eingeschränkter Aufführungs- und Produktionsbedingungen eine Fortführung der seit 2016 im jährlichen Wechsel durchgeführten Projekte aussehen könnte.
Ziel ist es, weiterhin in einen regen Austausch mit möglichst vielen internationalen Musiker*innen zu kommen und gleichzeitig die (voraussichtlich anhaltenden) eingeschränkten Reisemöglichkeiten nicht außer Acht zu lassen. Diese Überlegungen resultieren in dem hier vorgestellten Projekt ARCHIPELAGO.

 

Durch die Kombination einer einerseits digitalen Zusammenkunft mit einer globalen Auswahl von Musiker*innen und der andererseits sehr lokalen Kooperation mit Künstler*innen aus verschiedenen Genrebereichen (Duo Merzouga: Klangkunst / Uli Sigg: Videokunst) wird das Kollektiv auch in diesem Jahr eine Weiterentwicklung seiner seit über vier Jahre andauernden künstlerischen Arbeit zwischen (musikalischen) Welten möglich machen. Gleichzeitig ist so – unabhängig von Kontakt- und Reisebeschränkungen – eine möglichst breite Sichtbarkeit des Projektes garantiert, da sowohl im digitalen Raum als auch in den Konzerten vor Ort Musik hörbar wird.

Die Protagonist*innen des Kölner Kollektivs sind vernetzt und verbunden mit Hunderten von Musiker*innen auf der ganzen Welt. Das weltweite Archipel der SONIQ-Freunde wird eingeladen, kurze Audio-Aufnahmen zu machen und sie nach Köln zu schicken. Die angesprochenen Künstler*innen sind aufgefordert, Fragmente einzusenden, die ihre aktuelle, ganz persönliche Gefühlslage in einer Zeit zwischen Isolation und Vernetzung abbilden.

SONIQ, Merzouga & Sigg erzeugen so eine künstlerisch kondensierte Resonanz zu den digital vermittelten Sounds der Welt und spiegeln sie zurück in den digitalen Raum.

Doch mit der alleinigen digitalen Präsenz geben sich die Protagonist*innen natürlich nicht zufrieden: die einzelnen Mitglieder des Kollektivs entwickeln auf Grundlage der aus den Fragmenten entstandenen musikalischen Materials elaborierte Kompositionen für eine Live-Performance. Die Klangkomposition wird zum Nukleus eines experimentellen künstlerischen Prozesses. Dieser laborhafte Vorgang ist gewünschter Teil der Erfahrung und mündet schließlich in einem sinnlich-verspielten, groovenden abendfüllenden Konzert in bester SONIQ-Manier. Dabei lädt SONIQ das Sound-Art-Duo Merzouga mit auf die Bühne, auch der Medien-Künstler Uli Sigg ist gleichwertiger Performer on-stage.

Projektförderung durch: