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Karl Seglem

Karl Seglem gilt als einer der aufregendsten zeitgenössischen Tenorsaxophonisten und Komponisten Norwegens. Dieses Land hat eine ganze Reihe von unverwechselbaren Musikern hervorgebracht, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, musikalische Traditionen, oft aus der eigenen Heimat, mit zeitgenössischen Ausdrucksformen, Weltmusik und improvisiertem Jazz zu verbinden.

Karl Seglem spielt unter diesen eine herausragende Rolle und ist zweifellos einer der großen Innovatoren und Visionäre der norwegischen Musik. Er belebt sowohl das traditionelle norwegische Genre als auch den Jazz mit seinem unerschütterlichen Willen, Ausdrucksformen zu verschmelzen, Crossover-Unternehmungen zu verfolgen und neue Instrumente, Klänge und Perspektiven anzunehmen.

Karl Seglem ist ein gefeierter norwegischer Jazzstar und hat seine eigene Identität geschaffen, indem er den Klang seines Tenorsax und seiner Ziegenhörner mit der norwegischen Hardanger-Geige verschmolz. Heraus kommt eine platzende Kraft und wunderschöne Melodien, Jazz, Elektronik.

Photo Karl Seglem by Jacek Brun

Seglem ist vom Leben und der Natur in Skandinavien inspiriert. Das Ergebnis ist absolut einzigartig. Dies ist keine norwegische Musik an sich. Es ist eine transglobale Soundmaschine.

Seit Anfang der 90er Jahre hat er mit seinen Tenorsax- / Ziegenhörnern den Klang der einzigartigen norwegischen Hardanger-Geige entwickelt. Eine elektrische und improvisatorische Reise, ein neuer Ansatz, um neuen norwegischen WorldJazz zu kreieren. Seine vielen Aufnahmen und Veröffentlichungen klingen frisch, neu, kraftvoll und zeitgemäß lebendig.

Ramesh Shotham

In gewisser Hinsicht ist jede Musik eine Reise – doch einige Musiker reisen weiter als andere. Der Schlagzeuger und Perkussionist Ramesh Shotham ist einer von ihnen: Ende der 60er-Jahre gründete Shotham die Band „Human Bondage“, eine der erfolgreichsten indischen Rock-Gruppen jener Ära – und 1978 in Kooperation mit dem indischen Jazz-Pianisten Louiz Banks das „Jazz Yatra Septett“, das erstmals indische Jazz-Musiker und südindische klassische Musiker gemeinsam auf die Bühne brachte. 1981 erhielt ihr Album „Sangam“ den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Seither ist Europa für Shotham zum Lebensmittelpunkt geworden und er zählt zu den erfolgreichsten und innovativsten Perkussionisten der Szene.

Photo Ramesh Shotham by Gerhard Richter

Einen unverwechselbaren Klang und eine besondere Handschrift erhält Ramesh Shothams Musik mitunter durch sein einzigartiges Setup, das von ausgewählten indischen Trommeln über diverse Perkussionsinstrumente (Ghatam, Udu, Darbuka, Hang, Cajon) bis zu einem eigens zusammengestellten Schlagzeug reicht. Zu Shothams Markenzeichen zählt dabei zweifelsohne die Tempelmusik-Trommel Tavil.

Nicht weniger als 200 Alben nahm Shotham in Zusammenarbeit mit visionären Künstlern wie Steve Coleman, Rabih Abou Khalil oder Aziza Mustafa Zadeh auf. Er spielte bei allen wichtigen internationalen Festivals, wie z. B. dem North Sea Jazz Festival oder dem Montreal Jazz Festival und wurde u.a. durch das Goethe Institut, das Auswärtige Amt, den Deutschen Musikrat und die Kunststiftung NRW gefördert.

Seine Band ›Madras Special‹ mit Charlie Mariano, Saxophonn gründete Shotham Ende der 80er Jahre. Die aktuelle Formation heißt „Madras Special-New Generation“ und featuret Zoltan Lantos, Violine, Sebastian Müller, Gitarre, und Reza Askari, Bass. Die New Generation ist eine klanglich mitreißende Neuauflage aus Jazz, Funk, Rock und Weltmusik – mit komplexen Grooves und Melodien sowie freifließenden Improvisationen.

Jarry Singla

„Mystische Reflexion und modernes Vorwärtsdrängen werden hier in eins gedacht (…) Wir lauschen fasziniert: So kann das Verschmelzen von Kulturen gelingen.“
Neue Zürcher Zeitung

Der deutsch-indische Klavierindividualist Jarry Singla ist seit jeher ein Grenzgänger zwischen den unterschiedlichsten musikalischen Welten. Mehrjährige Aufenthalte in Mexico City, New York, Mumbai und La Paz öffneten ihm Herz und Verstand, intensive musikalische Kooperationen in Buenos Aires, Kattowitz oder Kiew beförderten seine erfolgreiche Suche nach einem Weg an allen Dogmen vorbei, nach einem frischen, feinen und aufregenden Sound zwischen Jazz und ethnischer Inspiration.

Photo Jarry Singla by Jürgen Bindrim

In seinen aktuellen Ensembles ist der Einfluss indischer Musik besonders deutlich ausgeprägt: Das Trio JARRY SINGLA EASTERN FLOWERS mit dem südindischen Perkussionisten Ramesh Shotham präsentierte sich in den vergangenen Jahren bei renommierten Festivals wie „Jazz Utsav New Delhi“, „Buenos Aires Jazz“ oder „Festijazz Bolivia“. THE MUMBAI PROJECT – 2013 während eines Residenzstipendiums der Kunststiftung NRW entstanden – konzertierte in indischen und deutschen Großstädten, zuletzt 2017 im Rahmen einer Produktion mit der HR BIGBAND.

Zu Jarry Singlas Arbeiten im weiten Feld des europäischen Jazz gehören Kompositionen für sein Quartett mit dem Britischen Ausnahmesaxophonisten JULIAN ARGÜELLES und für das deutsch-polnisch-französische TRIO WEI3.

2017 arbeitete Jarry in einem international besetzten Ensemble des Trompeters MARKUS STOCKHAUSEN. Seit 2016 initiiert er als Gründungsmitglied des Musikerkollektivs SONIQ visionäre Projekte, zu deren Gästen renommierte Künstler wie MAJID BEKKAS, RHANI KRIJA, ALY KEITA oder KARL SEGLEM zählen.

Rhani Krija

Der Schlagzeuger Rhani Krija wurde 1971 in Essaouira, Marokko, im Herzen der Gnawa-Kultur geboren. Als Jugendlicher begann er, traditionelle Musikstile aus Nordafrika zu hören, die, die Grundlage für seine heutige Musik bildeten.

Photo Rhani Krija by Jürgen Bindrim

Bekannt für seine Kenntnisse und seine Fähigkeit, authentische andalusische, arabische, afrikanische und lateinamerikanische Rhythmen zu spielen, ist Rhani zu einem gefragten, internationalen Schlagzeuger geworden.

Der in Deutschland lebende Rhani hat in den letzten Jahren einige feine Percussion-Sampler für große Plattenlabels aufgenommen und tritt auf der ganzen Welt auf Rhani trat auf, nahm auf, tourte und teilte die Bühne mit:

Sting, Dominic Miller, Herbie Hancock, Al Di Meola, Placido Domingo, Peter Gabriel, der WDR Bigband, der SWR-Bigband, Vince Mendoza, Annie Lennox, Klaus Doldinger, BAP, Xavier Naidoo, Sarah Connor, Herbert Grönemeyer, EMEL, Hindi Zahra, OUM, Max Mutzke, Martin Grubinger, Royal Symphonie Orchester London, WDR Orchester, Züricher Kammerorchester und viele andere.

Stefan Bauer

Stefan Bauer ist als Vibraphon-/Marimbaspieler und als Komponist aktiv in einem weiten Feld zwischen Tradition und Avantgarde. Inspirierende Reisen und denkwürdige Kooperationen mit vielen fantastischen Musikern resultieren in einem Kosmos von Eindrücken und Erfahrungen, die sich in seinen bis dato neun CD-Veröffentlichungen unter eigenem Namen niederschlagen.

Photo Stefan Bauer by Volker Beushausen

Bauer sieht sich als musikalischer Erzähler, der sich für seine Kompositionen unterschiedlicher stilistischer Mittel und der “Stimmen” eines großen Kreises individualistischer Musiker bedient, u.a. Matthias Nadolny/Tim Wells/Thomas Alkier, Charlie Mariano/Ramesh Shotham/Christoph Haberer/Volker Heinze, Kenny Wheeler/Bernie Senensky/Barry Romberg/Jim Vivian, Adam Nussbaum/Mick Goodrick/Tim Hagans, Claudio Puntin/Marcio Doctor, Laurent Roy/Paul McCandless/Howard Levy/Rick Lazar, Ugonna Okegwo/Ted Poor, Pepe Berns/Roland Schneider/Michal Cohen/Tammy Scheffer/Chris Bacas u.v.a.).

Bauer ist seit Jahrzehnten bei Konzerten u. Festivals von Abidjan – Zürich zu hören und ist Teil der Jazzszene sowohl Deutschlands, Kanadas als auch in seinem Wohnort Brooklyn, NYC.

Herausragende Aktivitäten der vergangenen Jahre waren eine (zweite) Tournee in Afrika, Live-Konzerte mit der WDR BigBand mit Bauers Kompositionen, diverse Konzerttourneen mit Karolina Strassmayer & Drori Mondlak – KLARO (in NY, Deutschland, Holland, Oesterreich).

Eine Einladung durch das Goethe-Institut mit lokalen Marimba-Spielern in Guatemala, Nikaragua, Dom. Rep., Costa Rica, Konzerte in diversen New Yorker Clubs, Jazz Festivals u.a. in Moers, Estland, Island, Holland, mit Banjo-Spieler Daniel Koulack” in Manitoba und Sakatchewan/Kanada, und mit Organist Bernie Senensky in Kanada und Deutschland, Duo Konzerte in Deutschland mit Flötist Michael Heupel, Auftragskomposition für ein “Martin Luther Projekt” des Blockfloetenquartetts Flautando Köln und Schauspieler Martin Brambach 2017, mehrere CD-release Konzerte in NY, Kanada und Deutschland anlässlich der neuen CD VOYAGE WEST – Dottime Rec’s (mit Tammy Scheffer – Stimme, Chris Bacas – Sax., Bauer – Marimba/Vibes, Jim Vivian – Bass, Yonga Sun – Drums).

“Bauer is a player of no uncertain gifts, strong in the technique and introspective feeling, whose instincts suggest a Euro-Canadian jazz connection.” Josef Woodard, Jazziz

Aly Keita

Das wirbelnde Balafon-Spiel von Aly Keita ist spektakulär. Die Schlägel in seinen Händen scheinen über die Klangstäbe zu tanzen. Der aus einer Musikerfamilie stammende Aly Keita baut und spielt schon seit der Kindheit seine eigenen Instrumente und hat es heute bis an die Seite der Besten geschafft: Omar Sosa, Joe Zawinul, Rhoda Scott, Paco Séry, Karim Ziad, Pharoah Sanders, Paolo Fresu, ….

Heute lebt Aly Keita in Berlin, wo er den niederländischen Schlagzeuger Marcel van Cleef und den italienischen Bassisten Roberto Badoglio kennengelernt hat. In ihrer Musik wandern sie zwischen spektakulärer afrikanischer Rhythmik, Polyphonie und Elementen des Jazz und verbinden diese zu einem wunderbaren und einzigartigen Sound.